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Training von KI-Modellen im Jahr 2025: Daten, Recht und der technologische Sprung nach vorn
Umělá inteligenceJuly 4, 2025|7 min

Training von KI-Modellen im Jahr 2025: Daten, Recht und der technologische Sprung nach vorn

Das Training großer Sprachmodelle hat sich von einer Labordisziplin in den Mainstream der Entwicklung von Unternehmenslösungen verlagert. Entwickler stehen heute nicht nur vor technischen Herausforderungen...

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Tým Apertia
Apertia.ai
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Das Training großer Sprachmodelle hat sich von einer Labordisziplin in den Mainstream der Entwicklung von Unternehmenslösungen verlagert. Entwickler stehen heute nicht nur vor technischen Herausforderungen, sondern auch vor neuen rechtlichen Grenzen, der Expansion von Open-Source-Architekturen und dem Druck zur Transparenz der Datenherkunft. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick darüber, was das Training eines KI-Modells heute beinhaltet – mit Verweisen auf aktuelle Fälle, Entscheidungen und technologische Entwicklungen.

Trainings-Pipeline: Woraus sie besteht

Das Training eines großen Sprachmodells (LLM) umfasst heute typischerweise diese Phasen:

Phase Beschreibung
Datenerfassung Sammlung umfangreicher Textkorpora (Web, Bücher, Code, Dokumentation)
Filterung und Tokenisierung Entfernung von Rauschen, Duplikaten, Tokenisierung für den Input neuronaler Netze
Pre-Training Statistisches Lernen der Sprachstruktur
Fine-Tuning Abstimmung des Modells auf eine bestimmte Domäne oder einen Kommunikationsstil
Alignment Anpassung der Ausgaben mittels Feedback (z.B. RLHF)

Architektonisch verwenden die meisten Teams heute effiziente Trainingsframeworks wie DeepSpeed, Axolotl, vLLM oder wechseln zu kleineren spezialisierten Modellen (Mistral, Phi-3).

Welche Daten für das Training verwendet werden können und warum das wichtig ist

Die Wahl der Trainingsdaten beeinflusst direkt sowohl die Leistung als auch die rechtliche Stellung des Modells. Im Juni 2025 entschied ein US-Bundesgericht zugunsten von Meta, das beim Training des LLaMA-Modells Raubkopien von Büchern aus der Datenbank Library Genesis verwendet hatte. Laut Richter Vince Chhabria handelte es sich um eine sogenannte transformative Nutzung (Fair Use), da das Modell die Texte nicht wörtlich kopiert, sondern zum Erlernen von Sprachmustern verwendet hatte (The Verge, 2025).

Gleichzeitig verteidigte Anthropic das Training seines Claude-Modells mit gescannten, legal erworbenen physischen Büchern. Richter William Alsup verglich das KI-Training mit der Art und Weise, wie Menschen lesen und schreiben lernen: Lesen ist kein Kopieren, sondern das Erlernen des Prinzips (AP News, 2025).

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Vergleich der Datentypen:

Datentyp Vorteile Risiken
Bücher Sprachqualität, tieferer Kontext Urheberrecht (EU), begrenzte Domänen
Webartikel Umfang, Aktualität Bias, Ungenauigkeit, Duplikation
Code-Repositories Formale Syntax, funktionale Beispiele GPL/MIT-Lizenzen – rechtliche Kompatibilität muss geprüft werden
Proprietäre Unternehmensdaten Domänenrelevanz, Know-how DSGVO, interne Daten-Governance, Pseudonymisierungsbedarf
Synthetische Daten Kontrollierter Inhalt, abstimmbare Eigenschaften Potenzieller Bias-Transfer, begrenzte Kreativität

In der Europäischen Union kann man sich jedoch nicht auf Fair Use verlassen – hier gilt die DSM-Richtlinie (2019/790), die die Verwendung von Daten für Text- und Data-Mining erlaubt, aber nur, wenn der Rechteinhaber seine Werke nicht aktiv von der Analyse ausgeschlossen hat. Das bedeutet, dass Entwickler in der EU die legale Herkunft der Daten dokumentieren müssen.

Technologische Entwicklung: Wachsender Kontext und Spezialisierung

Training bedeutet heute nicht nur, einem Modell das "Lesen von Texten" beizubringen, sondern auch den Umgang mit langem Kontext, effiziente Inferenz, Werkzeuge, Reasoning und Verantwortung.

Entwicklung des maximalen KI-Modell-Kontexts (2018–2025):

Während GPT-2 mit 2.048 Tokens arbeitete, können heutige Modelle wie Claude 4 oder MiniMax-M1 bis zu 1 Million Tokens halten. Dies ermöglicht:

  • Das Laden ganzer Jahresabschlüsse, Verträge und CRM-Historien.

  • Das Training von Agenten mit "Gedächtnis" und Planungsfähigkeiten.

  • Die Eliminierung der Notwendigkeit von Segmentierung in RAG-Systemen.

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