Stellen Sie sich vor: Sie stehen mitten in der Produktionshalle, die Produktion muss in einer Stunde beginnen, aber niemand weiß genau, wo sich Form Nummer 347 befindet. Der Techniker behauptet, sie sei in der Wartung, der Lagerarbeiter denkt, sie sei in Halle B, und die Papieraufzeichnung sagt etwas völlig anderes.
Dieses Chaos ist leider die Realität vieler deutscher Produktionsunternehmen. Moldbook bietet eine Lösung, die das Produktionssystem mit intelligentem Werkzeugmanagement kombiniert.
Was ist Moldbook und warum brauchen es Produktionsunternehmen
Moldbook ist ein digitales System, das speziell für die Verwaltung von Spritzgussformen, Presswerkzeugen und anderen Produktionskomponenten entwickelt wurde. Stellen Sie es sich als intelligenten Assistenten vor, der perfekte Übersicht über jede Form in Ihrem Unternehmen hat – wo sie ist, in welchem Zustand, wann sie Wartung benötigt und was sie seit der Anschaffung bis heute gekostet hat.
Auf den ersten Blick mag das wie weitere überflüssige Software klingen, aber die Wahrheit ist anders. Moldbook löst konkrete Probleme, die Produktionsunternehmen täglich erleben: verlorene Formen, vergessene Wartungen, unerwartete Ausfälle und Chaos in der Dokumentation.
Die Integration mit dem Lagersystem und der Auftragsverwaltung bringt dann vollständige Kontrolle über den Produktionsprozess.
Warum traditionelles Formmanagement versagt
Viele Unternehmen verlassen sich noch immer auf Excel-Tabellen oder sogar Papierordner. Funktioniert das? Ja, bis zu einem gewissen Grad. Ist es effizient? Definitiv nicht.
Das Problem beim traditionellen Ansatz ist einfach – Informationen sind zersplittert. Zeichnungen sind auf einem Computer, Wartungsdaten auf einem anderen, Reparaturrechnungen in der Buchhaltung und Fotos irgendwo im Telefon des Technikers.
Außerdem können Papieraufzeichnungen nicht darauf hinweisen, dass eine Form vorbeugende Wartung benötigt. Niemand erinnert sich daran, dass Form XY nach 800.000 Zyklen zur Kontrolle muss. Das Ergebnis? Die Form fällt während der Produktion aus, verursacht Stillstand und die Reparaturkosten sind dreimal höher als die vorbeugende Wartung.
Prozessanalyse von AutoERP hilft dabei, genau diese Engpässe in der Produktion zu identifizieren und schlägt Optimierung einschließlich der Implementierung des Moldbook-Systems vor.
Wie Moldbook in der Praxis funktioniert
Wenn ein Unternehmen Moldbook einführt, erhält jede Form ihr digitales Profil. Es ist wie ein Facebook-Profil, aber anstatt Urlaubsfotos enthält es technische Parameter, Zeichnungen, Nutzungshistorie und Fotodokumentation des Zustands.
Ein Bediener kommt morgens zur Arbeit, öffnet die App auf dem Tablet und sieht sofort, welche Formen ihm heute zur Verfügung stehen, welche in der Wartung sind und welche eine Kontrolle erfordern. Er klickt auf eine bestimmte Form und hat Zugang zu allem, was er braucht – Maschineneinstellungen, letzte bekannte Probleme, optimale Produktionsparameter.
Wenn der Techniker die Wartung abschließt, fotografiert er kritische Teile der Form, lädt die Fotos ins System hoch und das System vergleicht automatisch den Zustand mit vorherigen Fotografien. KI-Agenten von Apertia.ai können Anomalien oder Verschleißzeichen erkennen und auf potenzielle Probleme hinweisen.
Konkrete Vorteile, die Sie messen können
Über "Effizienzsteigerung" zu sprechen klingt schön, aber was bedeutet das in Euro? Lassen Sie es uns an einem konkreten Beispiel zeigen.
Vor der Einführung von Moldbook (mittelgroßes Unternehmen mit 50 Formen):
- Techniker verbrachten durchschnittlich 3 Stunden pro Woche mit der Suche nach Informationen
- Jeden Monat traten durchschnittlich zwei ungeplante Ausfälle auf
- Stillstände wegen Ausfällen: 24 Stunden jährlich
- Kosten für Havarien: 45.000 Euro jährlich
Nach einem Jahr Betrieb mit Moldbook:
- Zeit für die Suche nach Informationen: nahezu null
- Ungeplante Ausfälle: Reduzierung um 65%
- Stillstände: 8 Stunden jährlich
- Kosten für Havarien: 16.000 Euro jährlich
- Einsparung: 29.000 Euro jährlich + 156 Arbeitsstunden
Und das rechnet noch nicht die bessere Produktionsplanung durch Projektmanagement, geringere Ausschussrate oder verlängerte Lebensdauer der Formen ein.
Integration mit ERP: Wenn Systeme miteinander sprechen
Moldbook bringt allein schon Wert, aber die echte Magie entsteht, wenn Sie es mit dem Unternehmens-ERP-System verknüpfen. AutoERP bietet eine umfassende Lösung für deutsche Produktionsunternehmen mit unbegrenzter Benutzeranzahl und ohne monatliche Lizenzen.
Stellen Sie sich dieses Szenario vor: Ein Verkäufer im CRM-System bestätigt einen Auftrag für 10.000 Stück Kunststoffabdeckungen. Das System überprüft automatisch, ob die benötigte Form in Moldbook verfügbar ist. Es stellt fest, dass die Form in einer Woche zur vorbeugenden Wartung muss. Der Planer erhält eine Benachrichtigung und kann entweder die Wartung verschieben oder den Liefertermin anpassen.




